Das Kulturzentrum

Gebäudefront

Das älteste (ursprüngliche) Gebäude des heutigen Kulturzentrums  entstand um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert und war ursprünglich ein Ball- und Konzertsaal der Restauration Ww. Constantin Kleefisch. Dieser in Holzbauweise errichtete Saal brannte ca. 1905/06 ab, wurde neu errichtet und gehörte danach zur Gasstätte und zum Café Schnitzler (Zum goldenen Stern).
Im Laufe der Jahre fanden in diesem Saal die unterschiedlichsten Veranstaltungen statt: der Theaterverein Frohsinn probte und gab Vorstellungen, es wurde Sport getrieben und Meisterschaften im Kunstradfahren wurden ausgerichtet. Vorträge, Kinoveranstaltungen, Vereinsversammlungen und Feste komplettieren das Bild dieses Saals. Das Gebäude wurde also immer schon  als „Kulturzentrum“ genutzt.

Nach dem Krieg diente das Gebäude als Lager, eine Empore wurde eingebaut und der Saal wurde als Verkaufsraum genutzt. Durch Erbteilung bekamen Saal und Gaststätte unterschiedliche Eigentümer. Schließlich stand  der Saal zum Verkauf.
Anfang der 80er Jahre hat die Stadt die Liegenschaft mit Mitteln des Landes NRW für gesellschaftliche und kulturelle Zwecke im Stadtbezirk Hardtberg erworben. 
Das Kulturzentrum wurde in die Verantwortung der Kulturverwaltung gegeben, die damit für die Programmplanung und -durchführung, Bewirtschaftung der Mittel und der Immobilie zuständig wurde.

Schon vor über 20 Jahren wurden die inhaltlichen und programmatischen Schwerpunkte bei der Bespielung des Hauses in der Kultur- und Heimatpflege gesehen, Besonders hervorzuheben sind beispielsweise die Gitarrenkonzerte, Kunstkurse  und  Bönn’sche Tön
Mitte 2005  hat der Verwltungsvorstand der Stadt Bonn  vorgeschlagen, den Kulturbetrieb im Kulturzentrum Hardtberg aus finanziellenGründen einzustellen. Dieses war Anlass für die Gründung der Kulturinitiative Hardtberg Kultur.


 
Anfang der 80er Jahre zog die Gruppe Semikolon in das Kulturzentrum ein, um dort zu arbeiten, auszustellen und Kurse zu geben. Innenansicht 
Zuvor hatte sich die Gruppe durch umfangreiche Eigenleistung an der Renovierung des Kulturzentrums beteiligt.
Die Gruppe hatte sich schon Ende der 60er Jahre um den Künstler Johannes Reinartz gebildet und war seitdem in unterschiedlichen Gebäuden in Duisdorf ansässig, betrieb auch in der Rochusstraße eine Galerie.
Mit Semikolon gibt es eine schriftliche Vereinbarung über die Verwaltung und Nutzung des Kulturzentrums, in der festgelegt wurde, dass das Kulturzentrum der „Durchführung kultureller Veranstaltungen des Stadtbezirks Hardtberg, des Kulturamtes einschließlich der VHS und der Künstlergruppe Semikolon dient.“

 


Das Kulturzentrum soll zu einem Knotenpunkt des Stadtbezirks werden, in dem sich Kultur, Wirtschaft und Gesellschaft synergetisch verbinden. Damit soll unter Nutzung bereits bestehender Infrastruktur ein identitätsbildender Mehrwert für den Stadtbezirk über eine bloße Einkaufs- und Dienstleistungsmeile hinaus entstehen. So ein Knotenpunkt lebt nur mit und durch die Kultur, und Kulturförderung bedeutet auch Wirtschaftsförderung, gerade im Hinblick auf die Nähe von großen Einkaufszentren auf der grünen Wiese im benachbarten Rhein-Sieg-Kreis. Vor und nach Veranstaltungen werden Restaurants, Kneipen, Cafés besucht, man geht in den Geschäften im Bezirkszentrum Hardtberg einkaufen etc.

 

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 7. August 2007 )